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Photovoltaik + Wärmepumpe 2026: Lohnt sich die Kombination?

Eigenstrom für die Heizung klingt gut — aber die Realität ist komplexer. Was die Kombi 2026 wirtschaftlich macht und wo die typischen Stolpersteine sitzen.

Die kurze Antwort

Ja — in 80 % der Fälle. Aber nicht aus dem Grund, den viele denken.

Die Kombination Photovoltaik + Wärmepumpe wird wirtschaftlich nicht primär durch Eigenverbrauch im Winter, sondern durch:

  1. erhöhten Sommer-Eigenverbrauch durch die Wärmepumpe (Warmwasser-Bereitung)
  2. Gemeinsame Förderkulisse mit zusätzlichen Boni
  3. Energieautarkie und Schutz vor Strompreis-Schwankungen

Warum Eigenstrom im Winter ein Mythos ist

Wenn die Heizung am stärksten zieht (Dezember–Februar), produziert die PV-Anlage am wenigsten — etwa 5–15 % ihrer Jahresleistung. Das heißt: in der Heizperiode kommt Ihr Strom überwiegend aus dem Netz, nicht vom Dach.

Eine typische 10-kWp-PV-Anlage produziert in Oberösterreich:

  • Jan/Feb: 200–400 kWh/Monat
  • Juli: 1.300–1.600 kWh/Monat

Eine Wärmepumpe verbraucht im Januar oft 800–1.500 kWh. Eigenverbrauchsquote im Winter: 15–25 %.

Wo die Kombi wirtschaftlich gewinnt

Sommer-Warmwasser

Eine moderne Wärmepumpe macht das Warmwasser bei Bedarf hoch — direkt mittags, wenn die PV produziert. Eigenverbrauch im Sommer steigt von ca. 30 % (ohne WP) auf 50–70 % (mit WP + smartem Heizstab oder Warmwasser-Speicher).

Bei aktuellen Einspeisetarifen (~6–8 ct/kWh) und Strom-Bezugspreisen (~25–30 ct/kWh) ist jeder selbst verbrauchte kWh 15–25 ct wert statt 6–8 ct verkauft.

Smarte Steuerung („PV-Überschuss-Modus”)

Moderne Wärmepumpen mit SG-Ready-Schnittstelle lassen sich von der PV-Steuerung „triggern”: wenn Überschuss vorhanden, geht die WP gezielt in den Lade-Modus für den Pufferspeicher.

Praktische Mehr-Autarkie: +10 bis +15 Prozentpunkte Eigenverbrauchsquote, jährlich oft 300–500 € zusätzliche Ersparnis.

Batteriespeicher — meist nicht nötig

Die Versuchung ist groß, gleich noch einen Batteriespeicher dazuzunehmen. Wirtschaftlich gerechnet: meist nicht sinnvoll. Eine Batterie kostet aktuell 8.000–15.000 € (10 kWh) und amortisiert sich oft über 12–15 Jahre — länger als ihre Garantie.

Ausnahme: wenn Sie auch Notstromfähigkeit wollen (bei Ausfällen).

Was die Förderung 2026 dazu sagt

Aktuell laufen mehrere Töpfe parallel:

  • PV-Förderung (OEMAG / Klima- und Energiefonds) — Investitionszuschuss
  • „Sauber Heizen für Alle” — Wärmepumpen-Tausch
  • Sanierungsbonus — wenn gleichzeitig gedämmt wird
  • Energie-Gemeinschaft (regional) — gemeinsam Strom verteilen

Die Kombination aus PV-Förderung und WP-Förderung lässt sich oft maximieren, wenn beides im gleichen Förderjahr beantragt wird. Wir beraten neutral, was sich für Ihre Konstellation rechnet.

Realistische Investition für Einfamilienhaus

KomponenteInvestitionFörderung möglich
Luft-Wärmepumpe (10 kW)22.000 €bis 75 %
PV-Anlage 8 kWp12.000 €bis 30 %
Smarte Steuerung / SG-Ready800 €im Paket
Pufferspeicher 500 l2.500 €im WP-Paket
Gesamt brutto37.000 €
Nach Förderung netto18.000–24.000 €

Amortisation: 8–12 Jahre gegenüber Gasheizung-Beibehaltung.

Wann sich’s nicht lohnt

  • Sehr alte, ungedämmte Häuser mit Vorlauftemperaturen über 60 °C
  • Süd-/Süd-West-Dachfläche kleiner 25 m²
  • Wenig Eigenverbrauch (z.B. Pendler-Familie, ganztägig nicht zuhause)

Ablauf bei uns

Wir machen WP und Sanitär. PV-Module installieren wir nicht selbst, arbeiten aber mit zwei Partnerbetrieben in Linz zusammen. Sie bekommen ein Gesamtpaket aus einer Hand:

  1. Wärmebedarfs- und Dachflächen-Analyse — passt das Setup zum Haus?
  2. Gemeinsames Angebot WP + PV mit kombinierter Förderkalkulation
  3. Koordination der Gewerke — wir stimmen den Bauplan ab
  4. Inbetriebnahme und SG-Ready-Verdrahtung
  5. Wartung & Service — wir bleiben Ansprechpartner

Weiterführend

Persönliche Beratung: 0732 / 99 72 23 oder Kontaktformular.

Konkretes Anliegen? Schreiben Sie uns.

Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung — kein Sales-Pitch.