wasserschadenversicherungleckortung

Wasserschaden: Was zahlt die Versicherung wirklich?

Leitungswasser, Hochwasser, Rückstau — drei völlig verschiedene Versicherungswelten. Was im Schadensfall wer zahlt, und welche zwei Fehler die Auszahlung kosten.

Drei Schäden, drei Versicherungen

„Wasserschaden” ist nicht gleich Wasserschaden. Für die Versicherung gibt’s drei klar getrennte Kategorien:

  1. Leitungswasserschaden — austretendes Wasser aus Rohren, Geräten, Thermen
  2. Naturgefahr — Hochwasser, Überschwemmung von außen
  3. Rückstau — Wasser drückt aus der Kanalisation zurück ins Haus

Welche Versicherung greift, hängt davon ab, was Sie versichert haben — und in vielen Verträgen sind 2 und 3 standardmäßig ausgeschlossen, wenn nicht explizit eingeschlossen.

Leitungswasserschaden — der häufigste Fall

Geplatztes Rohr, undichte Therme, kaputter Geschirrspüler-Schlauch, undichte Spüle. Das deckt:

  • Eigenheim- bzw. Gebäudeversicherung (für Mauerwerk, Estrich, fest installierte Anlagen)
  • Haushaltsversicherung (für bewegliche Sachen: Möbel, Teppich, Elektronik)

Wichtig: Bei Mietwohnungen zahlt die Haushaltsversicherung des Mieters den Inhalt, die Gebäudeversicherung des Vermieters den Baukörper.

Hochwasser / Naturgefahr — separat einschließen

In Österreich ist Naturgefahren-Schutz (Hochwasser, Murenabgang, Lawine) bei den meisten Verträgen nicht automatisch drin. Sie müssen einen Naturkatastrophen-Baustein explizit dazubuchen. Lohnt sich, wenn:

  • Ihr Grundstück in Hochwasserzone HQ100 oder HQ30 liegt
  • Hangwasser möglich ist
  • Sie nah an einem Bach/Fluss wohnen

Tipp: kostenlose Abfrage zur Gefahrenzone Ihres Grundstücks via HORA des BMLFUW.

Rückstau aus Kanal — der unterschätzte Klassiker

Wenn nach Starkregen das Wasser aus dem Kanal zurück ins Haus drückt, ist das kein Leitungswasserschaden. Versicherung zahlt nur, wenn „Rückstau” explizit eingeschlossen ist.

Vorbeugen: eine Rückstauklappe im Hauptkanal verhindert das mechanisch. Einbau durch uns: 400–800 €, oft die beste Versicherung überhaupt.

Die zwei häufigsten Fehler im Schadensfall

Fehler 1: Sofort aufräumen / sanieren

Versicherer wollen den Schaden im Originalzustand sehen, mindestens dokumentiert. Räumen Sie nicht alles weg, bevor:

  • Fotos vom Schaden gemacht sind (mit Datum, möglichst aus mehreren Winkeln)
  • der Versicherer telefonisch informiert wurde
  • eine Schadensnummer vorliegt

Wasser absaugen und Geräte retten = ja. Komplettsanierung = nein, vorher absprechen.

Fehler 2: Ohne Profi-Bericht melden

Bei größeren Schäden fragt die Versicherung nach einem Schadensbericht eines Fachbetriebs: Ursache, Schadenshöhe, fachgerechte Sanierung. Wir erstellen solche Berichte routinemäßig — viele Versicherer akzeptieren erst dadurch die volle Schadenshöhe.

Bei Leckortung ist der Profi-Bericht oft ausschlaggebend: ohne Lokalisierung der genauen Leckstelle wird die Versicherung „nur das Sichtbare” zahlen — nicht den verdeckten Schaden in der Wand.

Was Sie tun sollten — Schritt für Schritt

  1. Wasser stoppen — Hauptabsperrhahn oder Eckventil zudrehen
  2. Strom abschalten in betroffenen Räumen (Sicherung raus)
  3. Bilder machen — viele, von allen Seiten, mit sichtbarem Datum
  4. Versicherer telefonisch melden — Schadensnummer notieren
  5. Schaden begrenzen — Wasser absaugen, bewegliche Sachen retten
  6. Fachbetrieb rufen — für Leckortung, Trocknung, Sanierung
  7. Belege sammeln — jede Rechnung, jeden Beleg aufheben

Versicherungstipp

Schauen Sie vor einem Schaden in Ihren Vertrag:

  • Ist Rückstau eingeschlossen?
  • Naturkatastrophen-Baustein vorhanden?
  • Welche Selbstbehalte gelten?
  • Bis zu welcher Summe ist die Inhaltsversicherung gedeckt?

Eine Aufstockung kostet meist 5–20 €/Jahr und macht im Ernstfall den Unterschied zwischen 5.000 € Eigenanteil und Vollauszahlung.

Wenn jetzt schon etwas tropft

Bei akutem Wasserschaden in Linz und Umgebung sind wir 24/7 erreichbar und kommen mit Trocknungs-Equipment, Leckortungs-Technik und Erfahrung. Rufen Sie an: 0732 / 99 72 23

Weiterführend

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Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung — kein Sales-Pitch.