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Heizung springt nicht an: 9 Checks bevor Sie den Notdienst rufen

Bevor Sie nachts den Notdienst alarmieren — diese neun einfachen Prüfungen lösen rund 60 % aller Heizungs-Ausfälle. Schritt für Schritt, ohne Vorkenntnisse.

Bevor Sie zum Telefon greifen

Etwa 60 % aller nächtlichen Heizungs-Notrufe lassen sich mit einer dieser neun einfachen Prüfungen selbst lösen. Es lohnt sich also, kurz durchzugehen — bevor Sie auf den Wochenend-Zuschlag warten.

Dauer: 5–10 Minuten. Kein Werkzeug nötig.

1. Stromzufuhr prüfen

Klingt banal, ist aber häufiger als gedacht: ein ausgelöster Sicherungsautomat im Sicherungskasten. Schauen Sie nach dem FI-Schalter und dem Sicherungsautomaten für die Heizung. Beide auf „Ein”?

2. Hauptschalter an der Therme

An den meisten Thermen gibt’s einen Ein/Aus-Schalter direkt am Gerät (oft seitlich oder unten). Manchmal versehentlich ausgeschaltet — z.B. nach Reinigung.

3. Gashahn offen

Bei Gasthermen: ist der Gashahn voll geöffnet? Der Hahn sitzt typischerweise unter der Therme, kleines gelbes/rotes Drehrad. Senkrecht zum Rohr = geschlossen.

4. Wasserdruck prüfen

Schauen Sie auf das Manometer der Therme. Sollwert: 1,0 bis 1,5 bar.

  • Unter 0,8 bar → Wasser nachfüllen (siehe nächster Punkt)
  • Über 2,5 bar → über Auslassventil etwas ablassen
  • Konstant fallender Druck → kleines Leck irgendwo, Profi anrufen

5. Wasser nachfüllen (wenn Druck zu niedrig)

Am Füllhahn (oft als blaues oder schwarzes Ventil zwischen Therme und Heizungssystem) vorsichtig drehen, bis der Druck auf ca. 1,2 bar steigt. Dann zudrehen. Achtung: nicht zu schnell, sonst Druckschlag.

6. Thermostat-Einstellung

Klingt zu einfach? Ist es oft nicht. Raumthermostat auf hohe Wunschtemperatur stellen (z.B. 23 °C). Auch das digitale Thermostat im Wohnzimmer kann nach Stromausfall im „Frostschutz-Modus” stehen.

7. Pilotflamme (bei älteren Thermen)

Bei nicht-modulierenden Thermen: die Pilotflamme brennt normalerweise dauerhaft. Sehen Sie durch das Sichtglas keine kleine blaue Flamme? Anleitung in der Bedienungsanleitung zum Wiederanzünden. Falls sich die Pilotflamme nicht halten lässt: Profi anrufen, oft defektes Thermoelement.

8. Fehlercode am Display

Die meisten modernen Thermen zeigen einen Fehlercode im Display. Code notieren, in der Bedienungsanleitung nachschlagen oder den Herstellernamen + Code googeln. Häufige Codes:

  • F.22 / E.119 (Vaillant): Wasserdruck zu niedrig → siehe Punkt 4/5
  • F.28 (Vaillant): keine Zündung → Gaszufuhr prüfen
  • B7 (Viessmann): Heizungspumpe blockiert → Profi
  • 6A (Buderus): Zündversagen → Gas + Strom prüfen, sonst Profi

9. Heizkörper-Thermostatköpfe

Selten, aber: alle Heizkörper-Thermostate aufdrehen, damit die Heizungspumpe gegen ein offenes System arbeitet. Drücken Sie auch das Ventil mit der Hand kurz hinein — manche bleiben hängen.

Wenn nichts hilft

Wenn nach allen Checks keine Wärme kommt — ein Anruf reicht. Wir haben in Linz und Umgebung einen 24h-Notdienst und sind meist innerhalb von 1–2 Stunden vor Ort.

0732 / 99 72 23

Vorbeugen für die nächste Heizperiode

Die häufigsten Ausfälle entstehen aus unterlassener Wartung. Eine jährliche Heizungswartung bringt:

  • Gerätelebensdauer um Jahre verlängert
  • weniger Verbrauch (oft 5–10 %)
  • weniger akute Ausfälle
  • bevorzugte Notdienst-Termine in der Wartungsvereinbarung

Weiterführend

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Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung — kein Sales-Pitch.